Das Einsiedler Welttheater

In Anlehnung an die Tradition der Mysterienspiele des Mittelalters, wurde 1924 'Das grosse Welttheater' des spanischen Dichters Calderón de la Barca (1600 - 1681) von der Bevölkerung von Einsiedeln zum ersten mal auf dem Klosterplatz aufgeführt. Seither wiederholt sich die Aufführung in Abständen von ca. fünf Jahren - das letzte mal im Sommer 2007.

Wie schon bei der Aufführung im Jahre 2000 handelte es sich jedoch nicht mehr um das Originalschauspiel von Calderón de la Barca, sondern um eine Neufassung des Stücks durch den bekannten Schweizer Dramatiker Thomas Hürlimann. Die Regie des Dramas mit dem nunmehrigen Titel Das Einsiedler Welttheater lag wiederum in den Händen von Volker Hesse.

Die Aufführung im Jahre 2000 fand grossen Anklang bei Kritikern und Publikum: über die Hälfte der Aufführungen fanden vor ausverkauften Rängen statt. Insgesamt sahen fast 70'000 Besucher das Einsiedler Welttheater. Die Aufführung wurde vom Schweizer Fernsehen aufgezeichnet und am 6. Okt. 2000 auf SF 2 ausgestrahlt.

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Auch die Aufführung im Jahre 2007 wurde ein grosser Erfolg. Von fundamentalistischen christlichen Kreisen wurde es jedoch als "gottlos" bekämpft, was zu einer gewissen Verunsicherung im Kloster geführt hat.

Das nächste Welttheater findet 2013 unter der künstlerischen Leitung von Tim Krohn als Autor und Beat Fäh als Regisseur statt. Premiere ist am 21. Juni, Derniere am 7. September.

Das Stück von Tim Krohn ist fast ausschliesslich auf Schweizerdeutsch. Eine Konzession an den deutsch-schweizerischen Zeitgeist, die mit Thomas Hürlimann ihren Anfang nahm. Ich finde es bemerkenswert, dass ausgerechnet die auf die deutsche Sprache angewiesenen Schriftsteller sich als deren Totengräber in der Schweiz betätigen.